Landhaus Simms

Harvestehuder Weg, 1850

Valentin Ruths

Harvestehuder Weg, 1855

Landhaus Anthon Schröder

 

Villa Simms

Heilwigstraße 29, Frühling

Radierung Gertrud Simms

Heilwigstraße 29, Sommer 1907

Heilwigstraße 29, 1907

Heilwigstraße 29, Herbst

1907

Heilwigstraße 29, Winter 1907

Heilwigstraße 29, Winter

1907

Gertrud Simms, 1904

Henry B. Simms, 1906

Frederick R. Simms, 1910 (?)

Albert Kaumann, 1910

Else Kaumann, 1911

Familiengrab Simms

Hamburg Ohlsdorf Grab AH 17, 9-32

Kopie der Michelangelo-Pietà aus dem Petersdom 

zuletzt aktualisiert

01.05.2016

Links

Besucherzaehler

„Du holde Kunst, ich danke dir“

Meine Bilder

Und einige Aufzeichnungen wie meine Sammlung entstand

1910 veröffentlichte Simms den autobiografischen Band "Meine Bilder" und stellte ihm die Zeilen eines Schubert-Lieds voran: "Du holde Kunst, in wieviel grauen Stunden/Wo mich des Lebens wilder Kreis umstrickt/Hast du mein Herz zu warmer Lieb entzunden..." Da erwies sich der ansonsten sehr förmliche und total humorlose Henry B. doch tatsächlich als ein verkappter Romantiker! Vielleicht hatte ja die Kunst ihn dazu gemacht. Bereichert hat sie sein Leben gewiss, wenngleich er bei den Hanseaten dann doch nicht die Anerkennung fand, von der er geträumt hatte. In Gustav Schieflers "Kulturgeschichte 1890-1920" kommt Simms als Sammler gar nicht gut weg. "Im ganzen machte seine Sammlung nicht den Eindruck einer liebevoll getroffenen Wahl. Sie hatte in ihrem schnellen Wachstum etwas Gewaltsames, Gewolltes, Geschwollenes."

Ein hartes Urteil - und wohl auch ein bisschen ungerecht. Denn mangelnde Liebe zur Kunst darf man Simms, diesem Selfmademan in Sachen Bildung, sicher nicht nachsagen. Und die Highlights seiner Kollektion waren allemal bestechend. In der Kunsthallen-Ausstellung "Picasso, Beckmann, Nolde und die Moderne" kann man sich davon überzeugen. Mit 18 Ölbildern ist Simms übrigens in dieser Schau so stark vertreten wie kein anderer Sammler. 

Quelle:

Anlässlich des 25. Firmenjubiläums (1883 bis 1908) brachte Simms in Privatauflage für Freunde und Geschäftspartner sein Buch "Meine Bilder" heraus. Die Auflage war 500 Stück.

In tagebuchartigem Erzählstil überliefert er seine Erinnerungen und Gedaken zu Kunst und Künstlern. Er berichtet von Reisen und Kunstkäufen, von Begegnungen mit Künstlern und einzelnen Kunstwerken. Seinen sehr persönlichen, oft wertenden Ausführungen fügt Simms im zweiten Teil des Bandes einen repräsentativen Querschnitt seiner Sammlung in Bildtafeln bei. Das Buch ist heute eine Quelle zur Rekonstrukton seiner Sammlung.

MALERFREUNDE

Lovis Corinth

Lovis Corinth:

Die Geigenspielerin

1900

 

Bei der porträtierten Frau handelte es sich um die damalige Lebensgefährtin Gerhart Hauptmanns Margerete Marschalk.

 

Kunstsammlungen Chemnitz (private Leihgabe)

Lovis Corint

Mädchen mit Stier

1902

 

Corinth schreibt an seine Frau Charlotte: "Die Bilder wirken nicht, weil jedes immer von verschiedenen Seiten Licht bekommt. Den "Stier" hat er im obersten Treppenhaus hingehängt. Die "Andromeda" steht im Souterain".

 

Lovis Corinth

Perseus und Andromeda

1905

 

Warum Simms die mythologische Szene ausgerechnet ins Untergeschoss verwies, lässt sich wohl mit der provokanten Nacktheit der Königtochter erklären.

Als Postkartenmotiv wurde das Bild damals von der Polizei konfisziert.

Lovis Corinth:

Modellpause

1909

 

Dresden, Staatliche Kunstsammlungen, Gemäldegalerie Neue Meister

 

Lovis Corinth

Reiter

1909

Porträt Henry Simms

Lovis Corinth

Porträt Henry Simms 

1910

Lovis Corinth: Terrasse in Klobenstein 1910, Henne, Trudel und Herbert

Hamburger Kunsthalle

Max Beckmann

Max Beckmann

Minna Beckmann-Tube mit einem violetten Schal

1910


 

1920 verschenkte Simms dieses Bild an seinen jüdischen Freund und Nachbarn Paul I. Heymann.

Dem gelang es letztlich das Gemälde mit ins amerikanische Exil zu nehmen.

1983 wurde es ans 

Saint Louise Art Museum verkauft.

Max Beckmann

Minna Beckmann-Tube mit rosaviolettem Grund

1906

Hamburger Kunsthalle

Max Beckmann
Stilleben mit roten Rosen
1914

 

Dicht an dicht füllen rote und weiße Rosen vielfach gestaffelt die Leinwand. Im Vordergrund findet sich ein Brief, eine Depesche? 

 

Schuller, Wertheim

Max Beckmann

Bau des Hermsdorfer Wasserturms,

1909

Städelsches Kunstinstitut

Frankfurt

Max Beckmann Wasserturm bei Hermsdorf

Max Beckmann

Wasserturm bei Hermsdorf

1913

Stadtmuseum Berlin

Max Beckmann

Max Reger

1917

Kunsthaus Zürich

Hugo von Habermann

von Habermann

Der verlorene Schuh

1896

Aktbild, auch als "der verlorene Schuh" bezeichnet, weil das Modell darüber nachzusinnen scheint, wo sein zweiter Schuh geblieben ist.

Gertrud Simms

Gemälde

Hugo von Habermann

1909

 

Hamburger Kunsthalle

Gertrud Simms

Gemälde

Hugo von Habermann

1910

 

Hamburg Museum

Auguste Herbin

Auguste Herbin

Selbstporträt

1906

Arthur Illies

Liliencron

Arthur Illies

Schwäne auf der Alster

1908

Arhur Illies

Alsterlandschaft

1908

Arhur Illies

Alsterlandschaft

1908

Georg Kolbe

Georg Kolbe

Kauerndes Weib

Marmor

1906

Georg Kolbe

Trost

Marmor

1906

Georg Kolbe

Badende Mädchen

Marmor

1906

Max Liebermann

Max Liebermann

Biergarten

Gemälde 

1910

Pablo Picasso

Pablo Picasso

Simms verzeichnet es als

"Spanischer Bajazzo"

Bekannt ist es als

Garcon a la collerette

Gouache

1905

Privatbesitz

 

Valentin Ruths

Valentin Ruths, Frühling im Wald bei Aumühle

Valentin Ruths

Frühling im Wald bei Aumühle

Friedrich Schaper

Friedrich Schaper

Kälber an der Krippe

 

Friedrich Schaper

1903

Gertruds Elternhaus in Wandsbek, Schillerstraße 48

Alfred Sisley

Alfred Sisley, Les Bords de l'Oise,

Alfred Sisley

Les Bords de l'Oise,

undatiert,

Verbleib unbekannt.

 

Das Gemälde aus der Sammlung Simms ist dem der National Gallery in Washington sehr nahe, aber nicht identisch.

Max Slevogt

Max Slevogt Selbstbildnis um 1898

Max Slevogt

Selbstbildnis

um 1898

Ferdinand Hodler

Ferdinand Hodler

Weiblicher Akt am Abgrund

1909

Ferdinand Hodler

Weibliche stehende Gestalt

19010

Focus Galerie, Zürich

Ferdinand Hodler

Der Baumfäller

Ferdinand Hodler

1910

Über die genaue Größe der Sammlung von Henry B. Simms gibt es keine Angaben. Jedenfalls hatte der Katalog mit Reproduktionen der hauptsächlichen Werke, den Simms 1910 als Privatdruck herausgab, eine beachtlichen Umfang. Eine Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle im Jahr 1918 zeigte 169 Gemälde aus der Sammlung. 1930, einige Jahre nach dem Tod von Henry B. Simms wurden 68 Gemälde aus seiner Sammlung in Berlin versteigert.

Das Auktionshaus Paul Cassirer in Berlin leitete die Versteigerung der Sammlung von Henry B. Simms und veröffentlichte diesen Katalog:

 

Versteigerungskatalog

 

 

 

Weitere Bilder wurden nach dem Tode seiner Frau Gertrud veräußert. Über den Verbleib der übrigen Bilder ist nichts verzeichnet.

Der Verbleib etlicher Bilder der Sammlung Henry Simms ist ungklärt